7. Der Versailler Vertrag

Satzung des Völkerbunds
Die Satzung des Völkerbundes ist Bestandteil des Versailler Vertrages. Der Völkerbund mit dem Ziel der „Förderung der Zusammenarbeit der Nationen und zur Gewährleistung von Frieden und Sicherheit“ vereinbart den gegenseitigen Schutz der Mitglieder vor Angriffen aggressiver Nationen, fördert die weltweite Abrüstung und schafft mit dem Rat und der Bundesversammlung Organe zur Umsetzung der Ziele.

Rat:
Vertreter der Hauptmächte und 4 weitere Vertreter der Mitgliedsstaaten

Bundesversammlung:
Je ein stimmberechtigter Vertreter aller Mitgliedsstaaten.


Gebietsverluste


Ohne Volksabstimmung
- Elsaß Lothringen an Frankreich
- Posen an Polen
- Westpreußen an Polen
- Hultschiner Ländchen an Tschechoslowakei
- Memelgebiet an Litauen
- Danzig wird freie Stadt mit polnischen Hafenrechten

Mit teilweisen Volksabstimmung
- Eupen Malmedy an Belgien
- Nordschleswig an Dänemark
- Südlicher Teil Oberschlesiens an Polen

Außerdem:

- Saarland kommt 15 Jahre an Völkerbundverwaltung
- Verbot der Vereinigung mit Deutsch-Österreich
- Verlust aller Kolonien an den Völkerbund

Kriegsschuldparagraph:
Deutschland und seine Verbündeten erkennen, dass sie Urheber aller Schäden sind und für Verluste verantwortlich sind.

Andere Bestimmungen:
- Auslieferung des gesamten Kriegsmaterial
- Berufsarmee von max. 100 000 Mann
- Ablieferung der meisten Handelsschiffe
- Sachlieferung von Kohle, Vieh, Lokomotiven, Maschinen, Unterseekabel
- Reparationszahlungen, die 1921 auf  269 Mrd. Goldmark,  zahlbar in 42 Jahresraten, festgelegt wurden.      1932 Ende der Zahlungen



6.1 Andere Friedensverträge

Andere Friedensverträge im Überblick