2. Selbstdarstellung/Propaganda

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Die DDR (Deutsche Demokratische Republik) wurde am 7. Oktober 1949 gegründet, daher galt der 7. Oktober als Nationalfeiertag. Die Gründung der DDR war eine Antwort der Sowjet Union auf die am 23. Mai 1949 gegründete DDR. Diese zwei Staaten waren so ein Resultat des Kalten Krieges. Am 3. Oktober 1990 traten die Länder der Deutschen Demokratischen Republik der Bundesrepublik Deutschland nach Artikel 23 des Grundgesetzes bei.




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In der DDR wurde ein Großteil der Landwirtschaft verstaatlicht. Wegen heftigen Widerstand in der Bevölkerung gegen die Verstaatlichung musste man massive Propaganda anwenden (u.a. auch mit diesem Plakat), ja sogar auch Drohungen aussprechen.
Bis 1960 wird so erreicht, dass nahezu alle landwirtschaftlichen Betriebe in einer LPG aufgegangen sind. LPG ist die  Abkürzung für Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft.



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Hier sieht man ein Plakat der SED (Sozialistische Einheits Partei). Die SED war die Staatspartei der DDR. Der symbolische Händedruck auf dem Plakat soll die Verbundenheit zwischen der Partei und dem Volk darstellen. Entworfen wurde das Plakat für den 10. Parteitag der SED.
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Mit diesem Plakat wird für den Kommunismus/Sozialismus selbst gewoben. Man kann klar erkennen das auf dem Plakat Fahrzeuge verschiedener kommunistischer Länder gemeinsam einen Acker bearbeiten, was so viel bedeutet wie: "Gemeinsam sind wir stark" oder "Zusammen schaffen wir das"! Dies wird mit der Aussage "Wir sind 900 Millionen" nochmals verstärkt, wobei mit den 900 Millionen die Einwohner der kommunistischen Länder gemeint sind.





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Die staatstragende Ideologie der DDR basiert auf den Lehren von Marx, Engels und Lenin. Das Proletariat (Arbeiterklasse) soll die Führung übernehmen und sich mit der Bauernschaft verbünden. Die sozialistische Revolution beginnt in einem Land und wird schließlich die Welt umfassen. Vorläufig wird der Sozialismus aber nur in einzelnen Ländern begründet.




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Sigmund Jähn war als erster Deutscher im Weltall. Zudem stammte er aus der DDR. Hiermit will die DDR ihren Stolz auf ihren Fliegerkosmonaut ausdrücken und zudem den technischen fortschritt gegenüber der BRD zeigen. den aus der BRD war noch niemand im All.

 



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Die Gesellschaft für Sport und Technik (GST) war eine  Jugendorganisation in der DDR. Sie sollte offiziell vor allem der gemeinschaftlichen Freizeitgestaltung technisch und sportlich interessierter Jugendlicher dienen. Die dazu erforderlichen technischen Mittel (wie Motorräder, Flugzeuge, Funkgeräte) wurden zur Verfügung gestellt. Sie trug auch zur Militarisierung der Gesellschaft der DDR bei. Sie wurde am 7. August 1952 gegründet und im Frühjahr 1990 aufgelöst. Bei diesem Plakat wird für die Mitgliedschaft in der GSR geworben.






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Ernst Thälmann war in der Weimarer Republik von 1925 bis 1933 Vorsitzender der KPD. 1933 wurde er von der Gestapo verhaftet und nach elf Jahren Isolationshaft, 1944, auf direkten Befehl Hitlers erschossen. Unter dem Vorsitz Thälmanns wurde die Stalinisierung der KPD abgeschlossen. Nach ihm wurde die Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ benannt, welche eine in der DDR die politische Organisation für Kinder war. Ihr gehörten seit den 1960er/1970er Jahren fast alle Schulkinder vom ersten bis zum siebten Schuljahr an.






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Der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (abgekürzt FDGB) war der Dachverband der etwa 15 Gewerkschaften in der DDR. Außerdem war der FDGB Mitglied im Weltgewerkschaftsbund. Der FDGB war ein Machtmittel der SED. Der erste FDGB Kongress fand vom 9.-11. Februar 1946 statt.




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Dieses Plakat war zum 25sten Jubiläum des Warschauer Vertrags. Der Warschauer Vertrag auch genannt Warschauer Pakt war ein Verteidigungsbündnis des Ostblocks. Mitgliedstaaten waren: UDSSR, DDR, Polen, Tschechoslowakei, Ungarn, Bulgarien, Rumänien. Gegründet wurde der Warschauer Vertrag am 26. April 1985 und aufgelöst am 1. Juli 1991.